II.BERLINER MUSIK-FILM-MARATHON 10.-24. April 2012

 

       

Peter Badge   Publizist, Fotograf

 

Geb. 1974. Lebt und arbeitet in Berlin. Zahlreiche Veröffentlichungen und Ausstellungen.

 

Erste Fotografien (Starportraits) entstehen bereits während der Gymnasialzeit Anfang der 90er Jahre. Gemeinsam mit seinem Schulfreund Benjamin von Stuckrad-Barre arbeitete Peter Badge für das Göttinger Stadtmagazin ´Nightlife´.Von Stuckrad-Barre verfaßte die Beiträge über Popstars und Badge fotografierte. Nach dem Abitur zog er nach Berlin und begann ein Studium der Kunstgeschichte und Archäologie. "Von Anfang an habe ich aber mehr fotografiert als studiert", erzählt er.

Er begegnete Musikern wie Herbert Grönemeyer und Heinz Rudolf Kunze, für die er Porträts und Plattencover produzierte. Über Kunze veröffentlichte er 1999 auch seinen ersten Bildband.(´heinz rudolf kunze – agent provocateur´).

 

Ende 1999, auf dem Weg zum Studio des Erfinders der elektronischen Musik, Oskar Sala, über den Badge damals gerade an dem Bildband ´Oskar Sala: Pionier der elektronischen Musik´(2000) arbeitete, wurde er gefragt, ob er anlässlich einer Ausstellung zum 100. Jubiläum des Nobelpreises für die Smithsonian Institution in Washington einzelne Nobelpreisträger fotografieren wolle. Im Juni 2000 startete das Megaprojekt, für das er neun Jahre um die Welt reiste, in 35 Länder und 160 Städte, um alle noch lebenden Nobelpreisträger – insgesamt 305 – zu fotografieren.Daraus entstand das 8 Kilo schwere Buch ´Nobles: Nobel Laureates photographed by Peter Badge´ (2008).

 

Im Nachwort seines im Jahr 2000 erschienen Bildbandes über Oskar Sala schreibt Peter Badge:

 

Lieber Herr Sala,

vor einem Jahr habe ich Sie kennengelernt, um die Arbeit an diesem Buch aufzunehmen. Wir haben in diesem Jahr mehr Zeit miteinander verbracht als das manchmal bei modernen Ehen der Fall ist. Relativ bald wurde das Projekt „Buch“ bei unseren Treffen zu einer begleitenden Nebensache. Für die heiteren Reisen, die lustigen Abende bei Lambrusco und die vielen spannenden Geschichten und Gespräche möchte ich Ihnen danken.

Peter Badge


Peter Badge hat Oskar Sala in den letzten beiden Jahren seines Lebens zusammen mit dem ehemaligen Direktor des Deutschen Museums in Bonn, Dr. Peter Frieß, intensiv betreut und ihn immer wieder in Kontakt mit jungen Musikern gebracht. Badge begleitete ihn auf seinen Reisen nach Israel und England, wo Sala Gesprächskonzerte gab. Zu Tonband-Einspielungen von Filmmusikausschnitten und Konzerten erzählte er seine Lebensgeschichte.


Im Rahmen einer Ehrung durch den damaligen Berliner Kultursenator Prof. Stölzl anlässlich von Oskar Salas 90. Geburtstag am 18. Juli 2000 wurde der Bildband der Öffentlichkeit vorgestellt.


Veröffentlichungen von Peter Badge (u.a.)

 

2008  
Nobels: Nobel Laureates photographed by Peter Badge, Wiley-VCH Verlag, 1. Auflage (3. September 2008), englisch, 634 Seiten
2000Oskar Sala: Pionier der elektronischen Musik. Herausgegeben von Peter Frieß, Deutsches Museum Bonn, Satzwerk Verlag
1999heinz rudolf kunze – agent provocateur, Satzwerk: Verlag

 

 

www.satzwerk.de

 

Was Leben und Wirken Salas so einzigartig macht, ist die Mischung aus `Mad Professor´ und künstlerischem Feingeist. Sala gehört zur Spezies der Universalgenies, ein Autodidakt, der in der Frühzeit der Elektronik Grenzen auslotete. Die Portraits und Impressionen aus Salas Laboratorium sind rahmenswert.
MUSIKEXPRESS

Peter Badge, ein Berliner Fotograf, hat Sala portraitiert. Daheim, im Studio in Charlottenburg, schwarzweiß, und unterwegs nach Karlsruhe, wo er im letzten Jahr die Sonnenfinsternis untermalte. Badge hat das Schmunzeln eines Mannes gebannt, der überrascht ist von der Ehrfurcht, die ihm widerfährt. Dass junge Leute ihn als den betrachten, der den Techno-Pop begründen half.
DIE WELT